April 26th, 2014 | Kommentare deaktiviert für Australien lässt Abtreibungspille breiter zu

Jeder Arzt mit Schulung kann die Pille verschreiben. Vor sechs Jahren hatte das Parlament grundsätzlich den Weg für RU486 freigemacht.

Sydney. Australiens Arzneimittelzulassungsbehörde hat die Genehmigung für die Abtreibungspille RU486 und verwandte Präparate ausgeweitet. Nach der Entscheidung vom Donnerstag dürfen die Mittel künftig von allen Ärzten verschrieben werden, die eine Schulung bei der Familienplanungsorganisation „Marie Stopes International“ absolviert haben, wie die Zeitung „The Australian“ (Onlineausgabe) berichtete. „Marie Stopes“ tritt für eine weitestgehende Freigabe von Abtreibungen ein und führt auch selber Schwangerschaftsabbrüche durch. Bislang beschränkte sich der Kreis der australischen Ärzte, die die Abtreibungspille verordnen durften, auf 187 von der Zulassungsbehörde approbierte Mediziner.

Lebensschützer kritisierten die Entscheidung. Die „Australian Christian Lobby“ erklärte, die Abtreibungspille sei „nicht im besten Interesse der Frauen“. Es sei zudem eine „Beleidigung“, RU 486 als Medikament zu bezeichnen. „Schwangerschaft ist keine Krankheit“, sagte Wendy Francis, Sprecherin der Organisation. Katrina Haller von „The Right to Life Australia“ sprach von einem „traurigen Tag für die Ungeborenen“. Sie sei schockiert, dass das Präparat als „sicheres und effektives“ Mittel von der Behörde registriert worden sei. Read the rest of this entry »

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April 22nd, 2014 | Kommentare deaktiviert für Psychopharmaka an Unis: Studenten schlucken häufiger Tabletten

Studenten klagen schon lange über Stress, Leistungsdruck, Zukunftsangst. Jetzt zeigt eine neue Auswertung: Studenten nehmen heute deutlich länger und häufiger Psychopharmaka als früher. Gleichaltrige Erwerbstätige greifen nicht so oft zu Tabletten.

Das Studium zerrt offenbar an den Nerven: Deutsche Studenten nehmen inzwischen deutlich länger Psychopharmaka als früher. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: 2010 erhielt ein Student statistisch betrachtet 13,5 Tagesdosen. Das sind 55 Prozent mehr als im Jahr 2006, damals waren es 8,7 Tagesdosen, das teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Read the rest of this entry »

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April 22nd, 2013 | Kommentare deaktiviert für Diätpillen und Potenzmittel – Giftige Nahrungsergänzungsmittel überschwemmen das Netz
Sie sollen schön, schlank oder gesund machen: Pillen, Pulver oder Tropfen aus der Natur, die im Internet verkauft werden. Doch einige von ihnen sind hochgiftig. Angeboten wurden sie auch über Plattformen wie Amazon oder Ebay.
Angeblich kann „MMS“ („Miracle Mineral Supplement“) Grippe, Krebs und Beckenbrüche heilen. In Wahrheit aber ist es hochgiftig. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR) in einer aktuellen Reportage. Das angebliche Naturheilpräparat dürfe nicht als Arzneimittel verkauft werden und habe bei vielen Käufern bereits bedenkliche Nebenwirkungen hervorgerufen – sei aber ganz leicht im Internet zu bestellen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor der Einnahme, weil diese unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen führen kann und bei Hautkontakt zu Verätzungen führen kann. Kein Wunder – MMS ist nichts anderes als der Ausgangsstoff für ein Bleichmittel.

Anbieter sitzen im Ausland – meistens

Auch so manche Diätpillen, Potenzmittel oder „Pseudomedikamente“ zählten zu den gefährlichen Produkten aus dem Netz, so der BR. Die angeblich rein natürlichen und pflanzlichen Mittelchen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, enthalten in vielen Fällen jedoch in Deutschland verbotene oder verschreibungspflichtige Substanzen. Die zahlreichen Anbieter operierten meist aus dem Ausland – doch auch in Bayern fand der BR Händler. Sie nutzen dafür unter anderem die großen Verkaufsplattformen Ebay und Amazon.

Rechtlich seien diese Plattformen nicht verpflichtet, einen Artikel zu überprüfen, der von privaten Händlern angeboten wird. Gegenüber dem BR erklärte Amazon (das die Produkte nicht selbst verkauft, sondern die Verkaufsplattform zur Verfügung stellt), erst dann zu reagieren, wenn es von Dritten auf verbotene Aktivitäten hingewiesen werde. Der Verkauf illegaler Waren sei den Anbietern jedoch untersagt. Bei Ebay suchten Mitarbeiter aktiv nach unzulässigen Angeboten, das Online Aktions- und Versandhaus arbeite außerdem nach eigenen Angaben eng mit den Behörden zusammen. Read the rest of this entry »

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