Wenn die Psyche konsumiert
Posted by admin | Posted in Krankheiten | Posted on 10-08-2010-05-2008
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Binge Eating Disorder ist eine Essstörung, bei der immer wieder Unmengen von Essen in sich hineingestopft werden. Das Sättigungsgefühl ist für die Zeit des „Fressanfalles“ ausgeschaltet.
Die Betroffenen sind entweder normalgewichtig, weil sie diese Anfälle wieder kompensieren oder übergewichtig. Sie fallen in der Öffentlichkeit nicht großartig auf, da sie ihre Fressanfälle meist heimlich und in trauter Umgebung ausleben. Die Krankheit war in den 1990er Jahren umstritten. Mittlerweile gehört sie zu den anerkannten Essstörungen dazu. Die Therapie ähnelt dem Therapiekonzept von Bulimie.
Wer wissen möchte, ob er gefährdet ist oder eventuell sogar schon unter dieser Krankheit leidet, kann sich hier im Vorfeld die Kriterien dieser Erkrankung anschauen.
Eine Person, die unter Binge Eating leidet, hat mindestens zwei Essanfälle pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Während des Essens haben Betroffene keine Kontrolle über das Sättigungsgefühl und schlingen eine hohe Menge an Kalorien in sich hinein. Erst, wenn ein sehr starkes Völlegefühl auftritt, können die Betroffenen die Nahrungsaufnahme beenden. Nach dem Essanfall treten oft Schuld- und Schamgefühle auf, die sich teilweise bis zur Depression steigern.
Diese Erkrankung ist auch bei Männern stark verbreitet, was sich vom Krankheitsbild der Bulimie und Anorexie unterscheidet.
